Hagen sichert zweite Problemimmobilie in Altenhagen und setzt Kurs auf Aufwertung
Kauf soll Aufwertung von Gebäude und Umfeld dauerhaft sichern
Die Stadt Hagen und die Hagener Erschließungs- und Entwicklungsgesellschaft HEG haben eine weitere stadtbildprägende Immobilie am Eingang des Stadtteils Altenhagen übernommen. Mit dem Ankauf, der im Rahmen des Hagen-Pakts erfolgte, wollen die Beteiligten nicht nur das einzelne Gebäude sanieren, sondern einen Impuls für private Investitionen und eine langfristige Verbesserung des Wohnungsangebots setzen.
Oberbürgermeister Dennis Rehbein und Patrick Bänsch, Geschäftsführer der HEG, betonten bei der Übergabe die Bedeutung des Standorts. Das Haus am Ortseingang fungiert als Schlüsselfläche für die Nachbarschaft und liegt in direkter Nähe zur geplanten Eastside-Entwicklung. Durch den Erwerb eröffnet die Stadt die Möglichkeit, städtebauliche Maßnahmen gezielt zu steuern und Investoren zu gewinnen, die nach Abschluss der Sanierung mietfertige Wohnungen anbieten sollen.
Landesmittel und Perspektiven für den Wohnungsmarkt
Das Land Nordrhein-Westfalen stellt Fördermittel bereit, mit denen kommunale Träger zunächst problematische Bestände ankaufen können. Danach sollen Wohnungswirtschaft und private Investoren die Objekte übernehmen und instand setzen. Ziel ist es, leerstehende oder verwahrloste Gebäude wieder in den Wohnungsmarkt zurückzuführen und die Lebensqualität in den Quartieren zu erhöhen.
In Altenhagen sieht die Verwaltung Chancen für eine abgestimmte Quartiersentwicklung. Die HEG wird das Objekt zunächst übernehmen und vorbereitende Maßnahmen koordinieren. Konkrete Pläne für Modernisierung und Vermietung sollen in den kommenden Monaten vorgestellt werden. Stadtrat und Anwohner werden in die Planungen eingebunden, um Nutzungen zu finden, die dem Bedarf vor Ort entsprechen.
Signalwirkung für das Quartier
Der Ankauf markiert laut Beteiligten mehr als einen einfachen Immobilienkauf: Er ist ein Signal an Investoren, aber auch an Nachbarn und Mieter, dass die Kommune bereit ist, Verantwortung für schwierige Bestände zu übernehmen. Für Hagen ist es bereits der zweite Erwerb dieser Art im Rahmen des Hagen-Pakts und Teil einer Strategie, die auf nachhaltige Aufwertung ganzer Viertel abzielt.
Welche Maßnahmen genau folgen und wie schnell Wohnungen wieder bezogen werden können, hängt nun von Förderentscheidungen, planerischen Schritten und interessierten Investoren ab. Für Altenhagen bedeutet der Erwerb jedoch einen handfesten Schritt Richtung Stabilisierung und Aufwertung des Wohnumfelds.
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